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Handeln statt prognostizieren

Die Finanzmarktkrise ist zurzeit allgegenwärtig. Kaum eine Tageszeitung ohne Neuigkeiten hierzu. Ständig neue Prognosen der Bundesregierung und verschiedener Institute, wie sich die Wirtschaft noch in diesem Jahr entwickeln wird. Doch wie lange dauert die Krise noch an? Hier gibt es zum einen die Optimisten, die meinen, dass bald alles überstanden sei und zum anderen die Pessimisten, die glauben, dass das Schlimmste noch vor uns liegt. All diese Prognosen, Schätzungen und Vermutungen haben eins gemeinsam – sie sind ungewiss. Daher muss jeder für sich entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um den wirtschaftlichen Schaden einzugrenzen oder sogar die Krise als Chance zu nutzen.

Initiative ist gefragt, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Zum Beispiel, die Beantragung von Fördermitteln, die die Bundesregierung über die KfW, zur Überbrückung der Krise, momentan im Rahmen der Konjunkturprogramme zur Verfügung stellt. Doch wie hoch ist der benötigte Kapitalbedarf? Dies zu planen ist derzeit kaum möglich. Eine Alternative ist die Erstellung verschiedener Szenarien. Hierbei werden unterschiedliche Annahmen getroffen, z.B. welche Auswirkungen hat ein weiterer Einbruch des Auftragsvolumens um 50%?

  • Wie lange reichen dann die verfügbaren finanziellen Mittel noch aus?
  • Wie verändert sich der Stundensatz bei einer verringerten Produktion?
  • Welche Wirkung hat die Umsetzung von Kurzarbeit auf den Verkaufpreis der Produkte?

Dies sind wichtige Fragestellungen, die es zu klären gilt, um den erforderlichen Kapitalbedarf zu ermitteln und dann auch in Verbindung mit Fördermitteln beantragen zu können.

Eine weitere Möglichkeit die Wirtschaftkrise zu überbrücken und gegebenenfalls sogar gestärkt aus ihr hervorzugehen, ist eine Expansion. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel die Aufnahme von neuen Gesellschaftern oder eine Unternehmenskooperation, um neue Märkte zu erschließen beziehungsweise. eigene Bereiche weiter auszubauen. Auch hier gibt es die Möglichkeit Fördermittel zu beantragen.

Thomas Hohmeister, 19. Mai 2009


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