Ausreichend Kapital
Sicher durch die Krise
Von globalen Geschehnissen mal abgesehen, befinden wir uns derzeit zumindest mittelfristig in schwierigen Zeiten und da gilt es, besonders geschickt und vorausschauend sein Unternehmensschiff durch sämtliche Wellen der Krise zu manövrieren. Dabei ist eine Reihe an rechtlichen Fragestellungen und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten zu beachten. Diese zielen zumeist auf die Kapitalverhältnisse sowie auf Zahlungsfähigkeit ab.
Ein Muss:
Es ist gerade jetzt ein absolutes Muss, das Reinvermögen und die Zahlungsfähigkeit – auch Kapitaldienstfähigkeit – zu prüfen. Um Haftungsrisiken vorzubeugen, ist diese Überprüfung regelmäßig durchzuführen und zu dokumentieren. Es obliegt allein der Unternehmensführung, diese Vorgaben zu erfüllen.
Auf Nummer sicher:
Um auf Nummer sicher zu gehen, ist eine integrierte Ertrags- und Finanzplanung, die für einen angemessenen Prognosezeitraum zu erstellen ist, unerlässlich. Gegebenenfalls ist auch die Erstellung eines Überschuldungsstatuses erforderlich, der die Vermögensverhältnisse nach den tatsächlichen Verhältnissen abbildet und die steuerlichen Sachverhalte teilweise neutralisiert.
Ohne wenn und aber:
Ohne wenn und aber ist die Ermittlung und Darstellung der Liquiditätsentwicklung und somit die Aufrechterhaltung der Zahlungs- und Kapitaldienstfähigkeit von größter Bedeutung. Nach geltendem Recht laufen Banken in der Krise Gefahr, mit der Vergabe von neuen Darlehen als Beteiligte in die Insolvenzverschleppung zu geraten. Daher bedarf es einem deutlichen Nachweis der wirtschaftlichen Strukturen im Zusammenhang mit der Aufnahme neuer Mittel. Noch weitere Voraussetzungen gelten für Darlehen in Verbindung mit den Konjunkturpaketen.
Für das Unternehmen ist es von erheblicher Bedeutung, welche Auswirkungen die veränderte Marktsituation hat, um frühzeitig angemessene Konzepte entwickeln zu können. Gerade in Krisenzeiten empfiehlt es sich, seine Hausaufgaben konsequent zu erledigen, um sein Unternehmen sicher durch die Krise zu lenken und Schiffbruch zu vermeiden.
Andreas Belau, 5. Juni 2009
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